Vizeweltmeisterin Julia Dujmovits will die Fortschritte und Erfolge der letzten Saison bestätigen. Auch wenn Olympia bereits die Agenda der meisten Rider bestimmt, denkt Julia noch nicht an Sotschi. „Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt. Mein Fokus gilt dem Weltcup-Auftakt in Carezza. Die Vorbereitung war sehr gut, jetzt ist es wichtig wieder in den Wettkampf-Rhythmus zu kommen“, sagt die Sulzerin.

Die ersten zwei Novemberwochen profitierte Julia Dujmovits von der ausgezeichneten Schneelage in den USA und tastete sich in vier Rennen der „NorAmCup“-Serie an das Weltcup-Niveau heran. „Für mich waren die Events eine gute Standortbestimmung. Ich habe viel am Material und am Schuh herumgetüftelt. Mit dem jetzigen Setup fühle ich mich absolut konkurrenzfähig und sicher – unabhängig von Schneebedingungen und Kurssetzung“, erzählt Julia.
Beim Weltcupauftakt in Carezza (Freitag: Riesentorlauf, Samstag: Slalom) stehen die Chancen gut, dass die 26-Jährige eine maßgebliche Rolle spielen wird – auch im Slalom. „Im Slalom habe ich aufgeholt. Ich habe meine Position am Bord verändert und dadurch mehr Sicherheit gewonnen“, so die Riesentorlauf-Vizeweltmeisterin. Die letzten zwei Tage hat Julia gemeinsam mit ihren Teamkollegen in Innichen trainiert. Morgen Donnerstag stehen Regeneration und die Anreise nach Carezza am Programm, ehe sie am Freitag voll angreifen will. Die Vorfreude ist da, die Konkurrenz – vor allem auch innerhalb der österreichischen Mannschaft – vorhanden. „Das Feld ist dichter geworden, wir liegen eng beisammen. Vor allem die jungen Fahrerinnen drängen nach und fordern die alten Hasen“, lacht Julia. Sie findet diese Entwicklung gut. Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft.
Single-Run Format in Carezza
Im Finale der besten 16 Snowboarderinnen pro Duell wird nur ein Lauf gefahren, nach dem die schnellere der beiden Läuferinnen in die nächste Runde aufsteigt. Durch dieses Format wird nicht nur die K.o.-Runde härter und dramatischer, auch die Qualifikation gewinnt an Bedeutung, da sich die jeweils Bessere der Zeitläufe den Kurs aussuchen darf. „Eine taktische Finesse, die damit auch den Betreuerstab auf der Rennpiste fordert, da unter Umständen blitzschnell auf Änderungen der Pistenverhältnisse reagiert werden muss“, weiß Julia.