Wenn´s ok ist, nehme ich euch wieder ein Stück mit auf meiner Alaska-Reise. Lustig: Ausgerechnet in Anchorage ist mir wieder eingefallen, was ich früher in den Freundschaftsbüchern der Volksschulmädls auf die Frage „Lieblingsbuch?“ geantwortet habe: Mein Atlas…

Ich liebe Abenteuer. Seit ich denken kann. Menschen, die die Welt entdecken haben mich immer schon in ihren Bann gezogen. Schon unglaublich, dass ich in diesen Wochen gerade selbst wieder so ein Mensch sein und das – blogseidank – sogar mit anderen teilen darf.
Alaska ist Abenteuer, soviel ist klar. Lifestyle is wild in Alaska, sagen sie hier. Wie wahr. Angekommen in Anchorage hat mich der jamaikanische Taxifahrer gleich mal auf seine Heimatinsel eingeladen. Und für meinen Bruder Georg, meinte er, hätte er die perfekte Eskimofrau fürs Leben. Ich wohne die ganze Saison über immer in wirklich tollen Hotelzimmern. Privat lasse ich Luxus gern bewusst weg. Keep life simple acheter viagra soft. On the Road in Alaska bedeutet also in meinem Fall nach einer Nacht im Hotel – wohnen im Camping-Van. 
Ziel: Thompson Pass, AK. Der Morgen beginnt mit dem Geräusch des Helis und einem Instant-Café. Es ist in Worten kaum zu beschreiben, wie schön es hier ist. Ab und zu bleib ich stehen und frage mich: Womit habe ich mir das hier verdient? Der Tagesplan entsteht, wenn man am Morgen aus dem Camper schaut. Regen, Nebel, Sturm oder blauer Himmel und Neuschnee. Down Days sind in Alaska genauso üblich, wie ein Moose, das über die Straße wandert. Oder ein Flugzeug, für das mal kurz die Fahrbahn gesperrt wird, damit es landen kann.
„Thompson Pass is either the sickest place on earth or the worst. There is nothing in between“, sagt ein Local – das bringt die Wettersituation auf den Punkt. Dauerregen für einige Tage. Wir fahren der Sonne entgegen – und halten für einen Cafè bei einem Souvenirshop. Die Frau freut sich, Menschen zu sehen, stellt einen Kaffeefilter direkt in den Becher und leert Wasser drauf. Nespresso kann ja echt jeder.
Tage später ist das Wetter am Thompson Pass perfekt. Tom und Andrew, unsere Sled-Fahrer, sagen: „That’s THE day, folks!“ Das Warten hat sich gelohnt. „Wir bringen euch zurück zum Gletscher. So hoch wie möglich, only 15 miles“, sagen die Sled-Jungs. Beim ersten Anstieg denke ich: „Wow – Erzberg-Rodeo on ice.“ Die Burschen haben die Sleds im Griff, trotzdem: ziemlich Vertrauensübung bis zum Ziel, dem Tansina Gletscher. Je höher wir steigen, desto mehr verändert sich der Schnee zu fluffy Powder. Wetter perfekt, viele am Berg – aber bei der Größe ist es einfach, eine Line zu finden.
Ein Berg fasziniert uns besonders, mächtiger, unverspurter Nordhang. Die Schneesituation: relativ bis eh sicher. Der Drop-In: 60-65 Grad. Wir reden mit Locals. Tom der Realist, Andrew der Enthusiast – die perfekte Kombination. Wichtig beides zu haben, weil: Safety first. Tom nickt irgendwann wortlos. Was mir sagt: Ok, sollte auf jeden Fall sicher genug sein. Es ist 17 Uhr. Zeit genug für eine Befahrung bis zum Einbruch der Dunkelheit. Denn bis 22 Uhr bleibt es hell…

Hier noch ein paar Fotoeindrücke von Georg – Fotos © by Dujmography:

und ein kleiner Vorgeschmack 😉

Demnächst mehr. Stay tuned!

Xxoo eure Julia